Was ist ResUbic?

Das Internet der Dinge und Dienste (Web 3.0) erobert die Welt mit rasender Geschwindigkeit und bringt IT-Technologie in viele neue Lebensbereiche. Geräte wie das iPhone oder das iPad schaffen neue Märkte für Chips und Software, Produkte und Anwendungen; eingebettete Systeme ermöglichen die Gestaltung von intelligenten Geräten und Umgebungen; Software-Clouds werden überall verfügbar und können vom Menschen für Dienstleistungen in Anspruch genommen werden.

Um allerdings diese neuen Dienste nutzbringend einzusetzen, muss sich der Mensch überall und jederzeit auf sie verlassen können. Bevor also das Internet der Dinge und Dienste zu einer überall verfügbaren Sache wird (lat. res ubique, engl. resubic), müssen die angebotenen Dienstleistungen hoch zuverlässig arbeiten, einfach bedienbar und energie-effizient sein. Insbesondere müssen alle Dienste, die auf mit der Cloud vernetzten eingebetteten Systemen im Transport, Verkehr, der Medizintechnik oder dem Fabrikwesen basieren, nicht nur intensiv getestet und validiert, sondern auch auf ihre Korrektheit hin verifiziert und zertifiziert werden. Daher stellt die Entwicklung solcher Systeme Wissenschaft und Industrie vor neuartige, große Herausforderungen. Man nennt diese Systeme cyber-physikalisch (CPS), und insoweit sie Interaktion mit dem Menschen benötigen, mensch-cyber-physikalisch (human CPS).

Das ResUbic Lab der Technische Universität Dresden erforscht die Grundlagen von cyber-physikalischen Systemen, Systeme, die für den Menschen im Internet der Dinge und Dienste intelligente und zuverlässige Dienstleistungen erbringen. In drei Gruppen werden folgende Forschungsthemen untersucht:

  1. Hochzuverlässige und energieeffiziente cyber-physikalische Systeme
  2. Einfach zu bedienende Informationsdienste, insbesondere Mashups
  3. Sichere Cloud-Dienste für cyber-physikalische Systeme

Als Schwerpunktbereich für Anwendungen ist das Thema „Smart Office“ gewählt worden. Welche Dienste können mensch-cyber-physikalische Systeme im Büro der Zukunft leisten? Wie gestaltet man die vernetzten eingebetteten Geräte eines Büros energie-effizient? Wie kann man globale Realzeit-Workflows für das gemeinschaftliche Arbeiten nutzen? Wie können Multi-Touch- und Gesten-Schnittstellen für die Ansteuerung von Informationsdiensten eingesetzt werden? Welche Aufgaben können Service-Roboter im Büroalltag übernehmen? Aber auch andere Anwendungsbereiche wie Smart Factory oder Smart Logistics können von der entwickelten Technologie profitieren.
Für Dresden und den IT-Standort Sachsen ist es wichtig, industrielle Plattformen für solche cyber-physikalischen Systeme herauszubilden und auf ihnen Anwendungen im Internet der Dinge und Dienste zu vermarkten. Die wissenschaftliche Grundlage hierfür zu liefern ist Ziel des ResUbic Lab.